RehAmpTT
Rehabilitation after Amputation. Teaching Tool
Reiter
Willkommen im Lernmodul für die Rehabilitation nach Amputation
Eine Amputation ist ein belastender Eingriff, der das Leben der Betroffenen tiefgreifend verändert. Der Rehabilitationsprozess ist sehr individuell und kann mehrere Monate bis Jahre dauern. In diesen Prozess sind viele Berufsgruppen involviert die innerhalb der Behandlungsbereiche (Krankenhaus, Rehabilitationseinrichtung, Orthopädietechnik, hausärztliche sowie physio- und ergotherapeutische Praxis) an und mit den Betroffenen arbeiten. Die enge Zusammenarbeit und der Austausch zwischen diesen Berufsgruppen tragen maßgeblich dazu bei, die Patientinnen und Patienten bestmöglich zu versorgen und den Weg in ein erfülltes, aktives Leben zu erleichtern.
Das rehabilitative Ziel ist die bestmögliche Teilhabe am sozialen und beruflichen Leben für Menschen nach Amputation. Dieses Lernmodul soll dabei allen Beteiligten helfen, dieses Ziel zu erreichen.

Was ist RehAmpTT?
Das Teaching Tool für die Rehabilitation nach Amputation (RehAmpTT) wurde durch das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) der Bundesrepublik Deutschland finanziell gefördert und durch die Klinik für Rehabilitations- und Sportmedizin der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) in Kooperation mit der Klinik für Unfallchirurgie (MHH), Brandes & Diesing OHG und John + Bamberg GmbH & Co. KG entwickelt und umgesetzt. Einige Abbildungen wurden darüber hinaus von der Firma Ottobock SE & Co. KGaA dankenswerter Weise zur Verfügung gestellt.
Zielgruppen von RehAmpTT sind sowohl medizinisches Fachpersonal, das bislang wenig bis gar nicht mit der rehabilitativen Versorgung amputierter Menschen konfrontiert war, als auch Betroffene und Angehörige. Es führt schrittweise durch die Phasen der rehabilitativen Versorgung und stellt die Behandlungstechniken in pragmatischer Weise dar. Es ist über eine Open-Source-Plattform (ILIAS) für alle Menschen in deutscher und ukrainischer Sprache verfügbar.
Die Inhalte entsprechen der klinischen Praxis in Deutschland. Allerdings erfüllt das Tool sicher nicht den Anspruch einer allumfassenden und abschließenden Darstellung aller Behandlungsmethoden. Es gibt immer unterschiedliche medizinische Sichtweisen und Behandlungsansätze, und viele Wege, die ans Ziel führen.
Aufbau des Lehrmoduls und Wege zur Information
- Im ersten Schritt entscheiden Sie aufgrund der Lokalisation zwischen der Rehabilitation nach Amputation im Bereich der
- oberen Extremität oder
- unteren Extremität
- Auf der zweiten Ebene finden Sie die zeitliche Einordnung in 3 Phasen:
- Postoperative Phase
- Interimsphase
- Erhaltungsphase
- Innerhalb jeder Phase finden Sie wiederum 9 inhaltlich wichtige Unterkategorien:
- Aktivitäten des täglichen Lebens
- Bewegung, Kraft und Mobilität
- Bodymanagement und Coping
- Hilfsmittel
- Prothese
- Schmerz
- Schwellung
- Stumpfpflege
- Wunde
Wir hoffen Ihnen hiermit ein Tool an die Hand zu geben, mit dem Sie Ihre im Alltag aufkommenden Fragen rund um die rehabilitative Versorgung von amputierten Menschen klären und pragmatische Behandlungsansätze durchführen können. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg!
Ihr RehAmpTT-Team der MHH & Partner
Projektteammitglieder
Medizinische Hochschule Hannover
- Prof. Dr. med. Christoph Gutenbrunner (Impulsgeber)
- Dr. phil. Christoph Egen (Projektleiter)
- Dr. med. Jörg Schiller (inhaltlicher Aufbau des Moduls, rehabilitative Inhalte, Textkontrolle)
- Dr. med. Jennifer Ernst (chirurgische und psychologische Inhalte)
- Dr. med. Alexander Ranker (physikalisch-medizinische Inhalte)
- Birgitta Wehmer (physiotherapeutische Inhalte)
- Katrin Höpner (physiotherapeutische Inhalte)
- Oliver Seifert (ergotherapeutische Inhalte)
Brandes + Diesing
- Simone Paulyn (ergo-/physiotherapeutische und orthopädietechnische Inhalte)
- Yannick Pöschel (orthopädietechnische Inhalte)
John + Bamberg
- Reinhard Kaumkötter (orthopädietechnische Inhalte)
Peter L. Reichertz Institut für Medizinische Informatik
- Dr. rer. biol. hum. Marianne Behrends (technische Beratung zur Umsetzung in ILIAS)
- Kevin Meyer (technische Beratung zur Umsetzung in ILIAS)
Bei Fragen, Korrekturen oder Ergänzungen schreiben Sie bitte eine E-Mail an: rehamp-tt@mh-hannover.de
Ergänzende Angebote / Projekte:
Solomiya-Projekt
SOLOMIYA - Strengthening of Longterm Medical and Psychosocial Infrastructures in Ukraine by a Network of Hospital Partnerships
More information: https://solomiya.net.ua/
Protez Hub
Protez Hub - Sustainable development of the limb prothetics industry in Ukraine. Everything related to limb prosthetics in Ukraine in one accessible resource. From useful information for the injured to a list of service providers to free educational courses for professionals.
More Information: https://protezhub.com/
Training, medical education and professional exchange via podcasts
The initiative aims to support healthcare professionals in Ukraine during times of war. Podcasts on a variety of medical topics are designed to support medical and nursing staff as they face common clinical challenges in times of war. Since the Russian invasion, the current burden on the Ukrainian healthcare system has increased significantly. Due to the deliberate destruction of not only medical facilities, quality healthcare for war victims and the general population has become increasingly challenging. In this situation, continuing medical education (CME) is easily neglected.
More information: https://www.akkon-hochschule.de/iria
Podcast are available under: https://www.tdmu.edu.ua/podcast