4. Hilfsmittel
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Hilfsmittel sind Gegenstände, die erforderlich sind, um durch ersetzende, unterstützende oder entlastende Wirkung einen Krankheitsverlauf zu begleiten oder eine Behinderung auszugleichen.
Gehstock
- Wird auf der Gegenseite der Prothese genutzt.
- Sinnvoll, wenn der Patient gerade geht und den Stock nicht nutzt, um die Prothese zu entlasten.
- Funktionell, um eine Hand zum Transport von Gegenständen zu ermöglichen.
Gehbock
- Bietet hohe Sicherheit und Stabilität, um die Sturzgefahr zu reduzieren.
- Geeignet für erst Mobilisation.
- Stützkraft in oberer Extremität notwendig.
- Kein physiologisches Gangbild möglich, da der Gehbock immer wieder nach vorn gesetzt werden muss.
Unterarmgehstützen
- Individuelle Anpassung an Körpergröße: Patient*in steht gerade, Arme lang gestreckt Richtung Boden, Handgelenke in maximaler Dorsalextension. Die Griffe der Unterarmgehstützen sollten auf Höhe des Handrückens sein. Die Unterarmgehstützen stehen gerade auf dem Boden.
- Es gibt rutschhemmende Haftpuffer für Gehstützen, um bei Nässe sowie Schnee und Eis ("Spikes" nutzen) nicht zu stürzen.

Anpassen der Unterarm-Gehstützen. ©S.Paulyn
Achselstützen
- Achselstützen können verwendet werden, wenn die obere Extremität nicht belastet werden darf/kann.
Rollator
- Kann bei niedriger Mobilität oder eingeschränktem Gleichgewicht notwendig sein.
- Mit dem Rollator können Gegenstände transportiert werden. Er kann als Sitzgelegenheit genutzt werden.

A: Rollator; B: Gehstock mit anatomischem Handgriff; C: Achselstützen; D: Gehbock. © Brandes & Diesing

Gehwagen/Thekenwagen
- Geeignet für die erste Mobilisation – wenn keine ausreichende Kraft und/oder Stützkraft vorhanden ist, oder die Hand nicht belastet werden kann/soll. Patient*in sollte aufrecht in dem Gehwagen stehen und sich auf dem Unterarm abstützen.
- Personelle Sicherung durch ein*e Therapeut*in sinnvoll um Stürze zu vermeiden.
Rollstuhl
- Auf Körpergröße und Gewicht angepasst
- Stumpfstütze auf amputierter Seite (bei Unterschenkel amputation)
- Fußstützen
- Kippschutz
- Adäquates Sitzkissen (individuell angepasst, gegen Dekubitus, mit Höhenausgleich, …)
Rutschbrett
- Um den Transfer zu erleichtern, überbrückt das Rutschbrett den Abstand zwischen Rollstuhl und einzunehmender Sitzfläche.

A: Rollstuhl; B: Rutschbrett; C: Geh-/Thekenwagen © Brandes & Diesing
Toilettenstuhl
- Bei eingeschränkter Mobilität kann ein mobiler Toilettenstuhl mit entsprechendem Auffangbehältnis benutzt werden.
Duschhocker/Badewannenbrett
- Um ohne Prothese duschen zu können.
- Hocker, der rutsch und wasserfest mit Aussparung zur Reinigung des Intimbereichs.

A: Toilettenstuhl; B: Duschhocker; C: Badewannenbrett. © Brandes & Diesing